Filz
Filz entsteht aus ungesponnener kardierter,
d.h. gekämmter Wolle.
Die Wolle wird flächig ausgelegt, mit warmem Seifenwasser besprengt
und dann vorsichtig gerieben. Durch die Wärme und die
Seifenlauge
spreizen sich die Schuppen der Wollfasern ab, durch das Reiben werden
die Fasern ineinander geschoben. Die Schuppen verhindern, dass sie wieder zurückrutschen. Mit der Zeit und durch immer festeres Walken entsteht
so aus der lockeren Wolle ein fester Verbund, eben ein Filz.
Die Wolle kann flächig oder um eine Schablone herum ausgelegt werden,
je nachdem, ob ein Filz-"Stoff" oder ein dreidimensionaler Hohlkörper
z.B. für Hüte oder taschen entstehen soll. Auch Kugelen und
Schnüre etc. sind möglich.
Aus diesen Grundformen arbeiten wir unsere schmückenden Objekte,
z.T. mit Draht und Perlen in Form gebracht.
(Text von Diemuth Hammelrath, Ausstellerin auf dem KHW im Engelshof im November 2005)



