Kunsthandwerk
oder
Kunstgewerbe, die Herstellung von Zier- oder Gebrauchsgegenständen
in Handarbeit, wozu sowohl handwerkliche als auch künstlerische
Fähigkeiten benötigt werden. Der Begriff entstand im
19. Jahrhundert, als maschinelle Produktionsweisen die handwerkliche
Herstellung von Einzelstücken zunehmend abzulösen begannen.
Das Kunsthandwerk umfasst die verschiedensten Herstellungstechniken
wie Weben, Stickerei, Quiltsteppen, Knüpfen, Leder- und Papierarbeiten,
Korbflechten, Keramik, Holzbearbeitung (darunter Holzschnitzerei
und Möbelherstellung), die unterschiedlichsten Techniken
der Metallverarbeitung, Glasbläserei, Schmuckherstellung und
andere. Es wird sowohl als Hobby zu Hause mit einem minimum an
Geräten und Material betrieben als auch gewerbsmäßig
mit einem geregeltem Verkauf der Produkte und mehr oder weniger
großem künstlerischen Anspruch.
(Quelle:Encarta)
W E R K K U N S T ...
ist die handwerkliche und maschinelle Herstellung von künstlerischen Erzeugnissen,
die als Gebrauchs- und Schmuckgegenstände vorwiegend dekorativen
Charakter haben und sich in der Gebundenheit an Gerät und Material
von Erzeugnissen der freien Kunst unterscheiden. Zum Kunstgewerbe gehören
vor allem Schmiedearbeiten in Gold, Silber und Eisen, Schnitzereien
in Holz, Elfenbein und Horn, Glas-, Leder- und Emailarbeiten, Textil-
und Buchkunst, Keramik, Raumkunst und künstlerisch gearbeitetes
Mobiliar. Der Boden, auf dem sich, in enger Anlehnung an die Gattungen
der freien Kunst, das Kunstgewerbe entwickelte, ist das Handwerk. Die
infolge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert für das Fortbestehen
des Kunstgewerbes aufgekommenen Gefahren (Verlust handwerklicher Traditionen)
wurden früh erkannt; erfolgreich wirkten ihnen in Deutschland
K. F. Schinkel und G. Semper, in England W. Morris und J. Ruskin entgegen.
Aufschwung erhielt das kunstgewerbliche Schaffen um 1900 im Jugendstil
(H. van de Velde). Förderlich auf die Entwicklung materialgerechter
und zweckentsprechender Formen im modernen Kunstgewerbe wirkten sich
die Bemühungen des Deutschen Werkbunds und die Ästhetik der
Bauhaus-Bewegung aus. Die Übergänge zwischen Kunstgewerbe
und Kunsthandwerk sind fließend.
(Quelle: Brockhaus)



